11.10.2017
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Künstlerbesprechnung September 2017

Kunst ist in Straßkirchen wichtig

Nach dem großartigen Erfolg der Jugendkunstaktivität und der überörtlichen Ausstellung in hervorragender Zusammenarbeit mit den Schulklassen im Schambacher Schlosspark war auch im Kalenderjahr 2017 wieder einiges in Straßkirchen geboten. Neben der erneuten Einbindung der Grund- und Mittelschule Straßkirchen, sowie auch der örtlichen Kindergärten St. Martin und St. Elisabeth, wurde die künstlerische Gestaltung des Straßkirchner Schulgeländes - insbesondere durch Mosaiken - in Angriff genommen. Bei der jüngsten Versammlung der Straßkirchner Künstler im Gasthof "Zur Post" wurden die Planungen für das Jahr 2018 konkretisiert. Die Künstlerin Waltraud Wildfeuer wurde in die Straßkirchner Künstlergemeinschaft aufgenommen und konnte ihr Kunstschaffen vorstellen.

In Straßkirchen wird also auch im Jahr 2018 erneut die umfangreiche Thematik „Kunst“ bearbeitet und erfahrbar gemacht. Der deutsche Dichter Friedrich von Schiller sieht die „Kunst als die rechte Hand der Natur“. Demzufolge werden sich die jungen und erfahrenen Künstler auch 2018 wieder den Schönheiten der Landschaft und Natur widmen, aber auch die geschichtliche Entwicklung Straßkirchens im Rahmen der Fortführung des "Freilandprojektes im Schulgelände" weiter beleuchten. Die Straßkirchner Künstlergemeinschaft will mit ihrem Engagement die Bevölkerung und vor allem die Jugend an die Kunst als Ausdruck der eigenen Kreativität und Form der Selbstverwirklichung heranführen. Es wird 2018 wieder eine größere Kunstausstellung durchgeführt, wobei für das Jahr 2018 ebenso eine Krippenausstellung angedacht ist. Im Jahr 2018 jährt sich der Geburtstag des vor einigen Jahren verstorbenen überregional bekannten Künstlers Friedrich Tschischke zum hundersten mal. Daher soll diese Erinnerung an den freischaffenden Maler und Ehrenvorsitzenden der Straubinger Künstlergemeinschaft besondere Berücksichtigung finden. Die Straßkirchner Künstler werden jeweils neu geschaffene Kunstwerke bei einer öffentlichen Kunstausstellung im Pfarrheim St. Stephan im Herbst 2018 ausstellen und damit an die bereits gute Tradition anknüpfen. Zusätzlich wird in enger Abstimmung mit dem Lehrerkollegium und der örtlichen Schulleitung auch auf dem Straßkirchner Schulgelände das größere Kunstprojekt zur attraktiveren Gestaltung der Betonmauer neben dem Schulgelände fortgeführt. Die Sparkassenstiftung hatte hierfür bereits eine Zuwendung von 1000 Euro geleistet, wobei ein weiterer Förderantrag durch das LEADER-Programm noch im Antragsverfahren ist.

Die Kunstaktivitäten sollen die heimatliche Gemeinschaft fördern und auf örtliche Potentiale hinweisen, sowie der Jugend vorbildliches Kunstschaffen als Möglichkeit der sinnvollen Freizeitgestaltung vorstellen. Dies ist mit nachhaltigem Erfolg mit der Straßkirchner Künstlergemeinschaft seit einigen Jahren am Laufen.

Bürgermeister Christian Hirtreiter bekräftigte, dass man nicht nur Freude durch Kunstschaffen erlangen könne, sondern auch die Möglichkeit habe, sich selbst durch künstlerisches Arbeiten zu verwirklichen. Gerade für die Jugend sei es wichtig aktiv zu sein und nicht nur passiv zu konsumieren. Durch die Straßkirchner Kunstausstellungen und die eingebundenen Jugendwettbewerbe wurde bisher ein verstärktes Engagement für den Heimatort angestoßen, was positiv sei. Denn gerade das Maß an „sozialer Dichte“ sei ein entscheidender Standortfaktor in der sich rapide entwickelnden Welt, so Hirtreiter.

Die eingebundene Schulleitung der Straßkirchner Grund- und Mittelschule mit Rektor Martin Mühlbauer betonte den Wert eigenen Kunstschaffens für die Entwicklung von Jugendlichen und insbesondere für die positive Entwicklung der Schulfamilie und der Dorfgemeinschaft. Rektor Mühlbauer erläuterte die Vorstellungen für die weiter angedachte intensive Zusammenarbeit der Straßkirchner Künstler mit den Schulklassen und deren Klassleitern/-innen. Aufbauend auf dem positiven Projekt bei der Gestaltung der großen Betonmauer am Schulgelände mit Mosaiken werden einzelne Klassen wieder jeweils durch einen Künstler mitbetreut, wobei die genauen Modalitäten noch festgelegt und besprochen werden müssen.

Angedacht ist, dass die örtlichen Künstler zusammen mit dem neuen Dienstleistenden des Bundesfreiwilligendienstes, der an der örtlichen Schule, seinen Dienst verrichtet die Kunstaktivität unter Einbindung der Lehrkräfte und der Schulklassen fortführen. Unter anderem soll die Betonmauer mit Mosaiken weiter attraktiver gestaltet werden. Die Gestaltung der vielfältigsten Mosaiken ist mehr als nur ein "Hingucker" im Schulgelände. Gerade aufgrund der umfangreichen Sanierungsmaßnahmen der örtlichen Schule sei diese bisher größte Aktivität der Künstlergemeinschaft mehr als nur ein kleiner Baustein. Vielmehr schaffe er bleibende Werte, denn die Schülerinnen und Schüler können nach Jahren noch "ihre Mosaiken" begutachten. Das hervorragende Zusammenwirken zwischen Künstlern, Lehrerkollegium und der Schulleitung wurde erneut herausgestellt. Bürgermeister Hirtreiter dankte Rektor Mühlbauer und auch der ehemaligen Konrektorin Weindl hier besonders für das enorme Engagement im Bereich Kunst, welches bei der jüngsten Schulevaluation äußerst positiv bewertet wurde. Auch die Ausstellung der Straßkirchner Künstlerinnen und Künstler im Sommer 2017 im Kindergarten St. Elisabeth fand lobende Erwähnung.

----Zwei Ausstellungen im Jahr 2018---

Die Künstlergemeinschaft legte fest, dass die überregionale Kunstausstellung zwischen 28. September 2018 und 3. Oktober 2018 stattfinden wird. Die Krippenausstellung der Künstlergemeinschaft wird am 24./25. November und 1./2. Dezember 2018 organisiert. Bei der überregionalen Kunstausstellung wird ein Schwerpunkt das reichhaltige Schaffen von Friedrich Tschischke sein, wobei hierzu die Familie Tschischke bereits zugesichert hat, einige bedeutende Werke aus dem umfangreichen Familienbesitz für die Ausstellung zur Verfügung zu stellen. Zusätzlich werden die Schulklassen und die Kindergärten eingebunden. Die örtlichen Künstler stellen im Rahmen dieser Ausstellung dann jeweils einige ausgewählte neue Kunstwerke der verschiedenen Schaffensgebiete aus. Bei der Krippenausstellung sollen die Schulklassen ebenso eigene Werke mit präsentieren. Gerade die Darstellung der örtlichen Krippen, vor allem der durch die Mitglieder der Künstlergemeinschaft geschaffenen Weihnachtskrippen, soll der Krippenausstellung eine besondere Note verleihen. Zusätzlich können Straßkirchner Familien ihre Familienkrippen, insbesondere auch historische Weihnachts- oder Ganzjahreskrippen, ausstellen.

Eine besonders wertvolle Krippe des Heimatforschers und Schriftstellers Max Peinkofer aus den 1920er Jahren wird dabei ebenso ausgestellt, wie alte Gäubodenkrippen, welche über die Generationen weitervererbt wurden. Im Sommer 2018 können sich entsprechende örtliche Familien für die Ausstellung der jeweiligen Krippe melden.

---Neue Künstlerin bei der Künstlergemeinschaft--

Waltraud Wildfeuer ist seit mehreren Jahren künstlerisch in verschiedenen Bereichen aktiv und wurde im Rahmen der Versammlung in die örtliche Künstlergemeinschaft aufgenommen. Eingangs stellte sie ihre vielfältigen Interessen vor und betonte, dass ihr gerade die Acrylmalerei besonders am Herzen liege. Waltraud Wildfeuer wird auch im Jahr 2018 bei der kommenden Ausstellung mitwirken.

Das "Maskottchen Artur" der Straßkirchner Künstlergemeinschaft wird im Jahr 2018 verstärkt seine Aktivitäten im Bereich Kunst, diesmal auf dem Straßkirchner Kunstgelände, entfalten. Das Maskottchen heißt Artur aufbauend auf dem englischen Begriff "Art" für "Kunst". Mit dem Maskottchen wird vor allem die Jugend adressiert, sich intensiver mit der Kunst zu befassen und selbst künstlerisch tätig zu werden.

Waltraud Wildfeuer wurde in die Straßkirchner Künstlergemeinschaft aufgenommen und freute sich, dass sie bei den bevorstehenden beiden Ausstellungen bereits mitwirken darf. Das Neumitglied Waltraud Wildfeuer im Kreis der Straßkirchner Künstlergemeinschaft: Von rechts: Hans Orth, Rektor Martin Mühlbauer, Maria Thurner, Heide Haufellner, Waltraud Wildfeuer, Ralf Zierer, Brigitte Tarras, Walter Lorenz und Bürgermeister Christian Hirtreiter

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